ENTWURF


Konzeption des Familienzentrums

Glückskinder

Am Schweinheimer Kirchweg 3
40670 Meerbusch
Stand: März 2021

 

 
Hier können Sie sich das Konzept als PDF herunterladen

 

 1. Allgemeine Informationen


1.1 Träger des Familienzentrums Glückskinder

Träger des im April 2020 eröffneten Familienzentrums Glückskinder ist der OBV Meerbusch e.V. Der Verein wurde im Jahr 2002 als Elterninitiative gegründet, um an zwei MeerbuschOsterather Grundschulen eine verlässliche Betreuung bis zum Nachmittag zu gewährleisten. Im Zuge der Ausweitung der Offenen Ganztagesschulen in NRW im Jahr 2004 erhielt der OBV Meerbusch e.V. die Trägerschaft für die Betreuung der Schulkinder im Offenen Ganztag bzw. in der Verlässlichen Grundschule an allen Meerbuscher Grundschulen.

Mit Eröffnung der Kita Schatzinsel im August 2014 hat der OBV Meerbusch e.V. sein Tätigkeitsfeld um die Betreuung von Kindern im Altern von 0-6 Jahren erweitert. Durch die Eröffnung der Kita Glückskinder im Frühjahr 2020 werden somit weitere Betreuungsmöglichkeiten für Kinder dieser Altersgruppe entstehen. Im Sinne eines ganzheitlichen Bildungsverständnisses umfasst die pädagogische Arbeit die Förderung sozialer Kompetenzen, Motorik, Sprache, kognitive Entwicklung, Emotionalität und Kreativität.

Das Leitziel des OBV Meerbusch e.V. bildet die Grundlage der pädagogischen Arbeit – sowohl in den Schulen als auch in der Kita:

Das Wohl des Kindes und sein Streben nach Entwicklung um ein sozial kompetenter, eigenverantwortlicher Mensch zu werden, stehen bei uns im Mittelpunkt.

OBV steht für Offenheit, Bildung und Vertrauen – drei Merkmale, auf die der OBV Meerbusch e.V. in der Arbeit mit Kindern und Eltern großen Wert legt.

Der OBV Meerbusch e.V. beschäftigt derzeit rund 198 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und betreut insgesamt ca. 1.700 Kinder in verschiedenen Betreuungsformen.

 

1.2 Das Familienzentrum Glückskinder

Das Familienzentrum Glückskinder befindet sich im Kita-Jahr 2020/2021 in der Zertifizierungsphase, welche voraussichtlich im Sommer 2021 erfolgreich abgeschlossen wird. Dies bedeutet, dass wir uns aktuell in der Projektplanung befinden, um alle Voraussetzungen für die Zertifizierung als Familienzentrum erfüllen zu können.

Wir als Familienzentrum möchten durch Kooperationen mit ortsansässigen Partnern familienunterstützende Angebote schaffen und diese für Familien im Umkreis zugänglich machen.

 

1.3 Lage

Das FZ Glückskinder befindet sich in einem Neubaugebiet in Meerbusch-Osterath und ist somit für junge Familien gut erreichbar. In direkter Nachbarschaft zum Familienzentrum befinden sich Einfamilienhäuser sowie eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung, welche voraussichtlich im Herbst 2020 errichtet wird.

In der Nähe des Familienzentrums befinden sich zwei Grundschulen – die Eichendorff Schule und die Nikolaus Schule. Des Weiteren existieren zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten mit ortsansässigen Vereinen im Sport- und Musikbereich.

Dank des Neubaus des Familienzentrums hatte der OBV Meerbusch e.V. die Möglichkeit, Einfluss auf die Gestaltung des Außengeländes sowie der Inneneinrichtung zu nehmen. Die großzügig gestalteten Innenräume lassen den Kindern viel Bewegungsfreiraum. Das Außengelände des FZ Glückskinder lädt zur freien Entfaltung und zum phantasievollen Spiel ein.

Das Familienzentrum ist optimal an den ÖPNV sowie den Individualverkehr angeschlossen und kann barrierefrei erreicht werden. Auch innerhalb des Familienzentrums sind alle Flächen barrierefrei gestaltet.



1.3 Organisationsstruktur des Familienzentrums Glückskinder

Das Familienzentrum Glückskinder ist eine sechsgruppige Einrichtung, in der zwei Gruppen von Typ I, eine von Gruppentyp II sowie drei Gruppen von Typ III untergebracht sind.

Ab dem 01.04.2020 wurden zunächst ca. 20 Ü3-Kinder aus den Übergangsgruppen, welche seit dem 01.08.2019 in den Kitas „Schatzinsel“ und „Rasselbande“ eingerichtet wurden, sowie 30 weitere Kinder aufgenommen.

Seit Beginn des Kita Jahres 2020/2021 werden insgesamt 90 Kitaplätze angeboten.

Ab dem Kita Jahr 2021/2022 wird die sechste Gruppe eröffnet, sodass in unserer Einrichtung insgesamt maximal 117 Kinder betreut werden.

Je nach Platzverfügbarkeit können die Eltern der Kinder zwischen folgenden Betreuungszeiten wählen:

25-Stunden-Platz:
Die maximale Betreuungszeit von 5 Stunden täglich erfolgt zwischen 07.30 – 13.00 Uhr.

35-Stunden-Platz:
Die maximale Betreuungszeit von 7 Stunden täglich erfolgt zwischen 07.30 – 14.30 Uhr.

45-Stunden-Platz:
Die maximale Betreuungszeit von 9 Stunden täglich erfolgt zwischen 07.30 – 16.30 Uhr.

 

1.4 Personal und Leitung

Die Qualifikation unseres Personals steht bei uns im Vordergrund, um pädagogisch wertvolle Arbeit leisten zu können. Insbesondere auf Qualifikation, Belastbarkeit, Persönlichkeit und soziale Kompetenz wird beim OBV Meerbusch e.V. Wert gelegt. Für alle Funktionen gibt es spezifische Arbeitsplatzbeschreibungen, welche die Anforderungen an unser Personal transparent machen.

Beim OBV Meerbusch e.V. nehmen Fort- und Weiterbildungen einen hohen Stellenwert ein, weswegen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig Fortbildungen stattfinden.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen Erste-Hilfe-Kurs für Kleinkinder absolviert, welcher alle zwei Jahre wiederholt wird.

Mitarbeitergespräche finden grundsätzlich einmal im Jahr in Form von Fördergesprächen oder bei Bedarf statt. Des Weiteren nehmen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mindestens zweimal jährlich an Fortbildungen bzw. Fachtagungen teil.

Die Einrichtungsleitung nimmt an Einrichtungsleitersitzungen innerhalb des OBV Meerbusch e.V., aber auch an diversen Fortbildungen zu pädagogischen Themen sowie an Gesprächskreisen und Infoveranstaltungen mit Jugendamt, Grundschule etc. statt.

Unser Team setzt sich aus einer freigestellten Leitung (Erziehungswissenschaftlerin M.A.) und weiteren pädagogischen Fachkräften (Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen, Heilerziehungspflegerinnen, Studierenden der Kindheitspädagogik) zusammen. Außerdem beschäftigt das Haus zwei Kräfte, welche für die Zubereitung des Essens und andere hauswirtschaftliche Tätigkeiten verantwortlich sind.

 


1.5 Gruppen-, Neben- und Funktionsräume


Die Aufnahme der Kinder erfolgt in Bezugsgruppen. Jeder Gruppe steht ein großer Gruppenraum mit Nebenräumen, Schlafräume und Spielfluren zur Verfügung. Außerdem verfügt das Haus u.a. über einen Bewegungsraum und einen Snoezelenraum. Zu jeder Gruppe gehören ein Waschraum und Wickelplätze. Die Kinder aus den Ü3-Gruppen essen im Speiseraum. Die Kinder der U3 Gruppen nehmen die Mahlzeiten in ihren Gruppenräumen ein. Die Mahlzeiten wie Frühstück, Mittagessen und Nachmittagssnack werden in gemütlicher Atmosphäre eingenommen.

Nach dem Morgenkreis um 9.00Uhr haben die Kinder die Möglichkeit, die unten erläuterten Lernwerkstätten zu besuchen, um Selbstbildungsprozesse nach ihren Bedürfnissen nachzugehen. Während des Tagesverlaufs bzw. insbesondere während der Mittagszeit haben die Kinder die Möglichkeit, sich in den Ruhebereichen der einzelnen Gruppen zurückzuziehen. Die Mittagsruhe wird von einer pädagogischen Fachkraft begleitet. Eine ruhige Geschichte oder Entspannungsmusik helfen den Kindern Ruhe zu finden.

Lernwerkstätten ermöglichen uns, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessen der Kinder individueller einzugehen.

Eine Lernwerkstatt ist ein Handlungsprinzip, das eine Lern- und Forschungsatmosphäre für Kinder und Erwachsene schafft. Sie ist ein Ort entdeckenden Lernens mit vielfältigen, anregenden Materialien für Kinder und pädagogische Fachkräfte.

Sie ermöglicht selbstbestimmt, handlungsorientiert und interessengeleitet Auseinandersetzungen mit verschiedenen Inhalten und Materialien. Dies lässt das Selbstvertrauen wachsen, Entscheidungsfähigkeiten werden ausgebildet sowie Eigenständigkeit und Sozialkompetenz weiterentwickelt.

 


 

                                                                  2. Pädagogische Arbeit


2.1 Inklusion

Alle pädagogischen Handlungen der pädagogischen Fachkräfte begründen sich auf der Wertschätzung und Akzeptanz allen Menschen gegenüber. „Vielfalt – ist das Beste gegen Einfalt“ Eine Vielfalt in den kindlichen Lebensarten und Lebensformen, unterschiedliches Aussehen, Fähigkeiten, Sprache, Kulturen, Sitten, Gebräuche und Religionen sind in unserem Familienzentrum selbstverständliche Realität.

Die Herkunftssprache ist der Schlüssel für eine zweite Sprache. Wer seine Herkunftssprache beherrscht, hat den Grundstein zum Erlernen weiterer Sprachen gelegt.

Ein früher, regelmäßiger Umgang zwischen Menschen mit und ohne Behinderung fördert ein natürliches Verhältnis zueinander. In unsere Einrichtung haben Kinder die Möglichkeit, einen gewisse Zeit miteinander aufzuwachsen und dabei voneinander zu profitieren. Im gemeinsamen Spiel lernen die Kinder sich mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten gegenseitig anzunehmen und zu akzeptieren.




2.2 Eingewöhnung nach dem Berliner Modell


Wir vertrauen auf das „Berliner Eingewöhnungsmodell“, welches - individuell auf den jeweiligen Altersbereich angepasst - angewandt wird. Dieses Modell berücksichtigt in besonderem Maße die Bindung des Kindes an seine Bezugspersonen und läuft grundlegend in folgenden Phasen ab:

1. Grundphase
Innerhalb der ersten drei Tage der Eingewöhnung halten sich Mutter, Vater oder eine andere enge Bezugsperson des Kindes (im Folgenden sprechen wir beispielhaft von „Mutter“) gemeinsam mit dem Kind nur 1-2 Stunden im Familienzentrum auf. Die Mutter beobachtet aufmerksam das Kind und ist für dieses erreichbar, folgt dem Kind aber nicht bei seinen Aktivitäten in der Kita. Die Erzieher/innen versuchen über Spielangebote Kontakt mit dem Kind aufzunehmen. Es finden keine Trennungsversuche statt und die Mutter übernimmt eventuell anfallende Pflegeroutinen.

2. Trennungsphase
Am vierten Tag entfernt sich die Mutter nach Verabschiedung vom Kind aus dem Raum, bleibt aber in greifbarer Nähe. Sollte das Kind sich nach der Trennung von den Bezugserziehern gut beruhigen lassen, so bleibt die Mutter maximal 30 Minuten abwesend. Sollte das Kind durch die Trennung verstört sein und sich nicht beruhigen lassen, so bleibt die Mutter nur wenige Minuten abwesend.

3. Stabilisierungsphase
Bereits ab dem fünften Tag übernimmt der/die Bezugserzieher/in immer mehr die Versorgung des Kindes (Wickeln bzw. Begleitung beim Toilettenbesuch etc.) – anfangs unter Begleitung durch die Mutter. Die Trennungszeiten werden unter Beachtung der Bedürfnisse des Kindes täglich verlängert. Berücksichtigt wird hierbei, dass es an Montagen oftmals einen kleinen Schritt zurück bedarf, da die Gewöhnung an die Bezugserzieher/innen durch das Wochenende unterbrochen wurde. Es bietet sich an, dass die Kinder erst dann in der Einrichtung schlafen, wenn die Bindung zum/zur Bezugserzieher/in gefestigt ist. Es kann hiermit aber auch schon früher gestartet werden, sofern die Mutter beim Hinlegen und Aufwachen gemeinsam mit der/dem Bezugserzieher/in zugegen sein kann. Für viele Kinder ist die Stabilisierungsphase nach 10 Tagen abgeschlossen. Ein Zeichen hierfür ist, dass sich das Kind in Trennungssituationen von den Erziehern trösten lässt und in der Zeit ohne Mutter neugierig und aktiv an der Umgebung, den Materialien und den Personen interessiert ist.

4. Schlussphase
Die Mutter ist nun nicht mehr in der Einrichtung anwesend, jedoch jederzeit erreichbar. Das Kind ist nun täglich für mehrere Stunden in der Kita, kennt die alltäglichen Abläufe und hat sich in das Umfeld eingefügt. Es lernt auch mehr und mehr die anderen Erzieher/innen kennen. Nun zieht sich die Bezugsperson langsam zurück und ermöglicht dem Kind ein Einfinden in die „offene Arbeit“ und die Entwicklung der Selbstständigkeit.

 

Das Berliner Modell der Eingewöhnung dauert mindestens 4 Tage. Ob die Eingewöhnung eventuell 8, 16 oder mehr Tage benötigt, bestimmt allein das Kind. Sollte nach 3 Wochen noch keine ausreichende Eingewöhnung erfolgt sein, werden in Gesprächen zwischen Erzieher/innen und Eltern die möglichen Gründe hierfür untersucht. Meist sind nur kleine Verhaltensänderungen der Beteiligten nötig, um die Eingewöhnung abzuschließen. Ziel des Berliner Modells ist der Aufbau tragfähiger Beziehungen zwischen Erziehern und Kindern. Diese bieten das Gefühl der Sicherheit und sind Grundlage für einen gesunden Start des Kindes in einen neuen Lebensabschnitt. Zudem lernt das Kind die Abläufe, Regeln und Rituale sowie die daran beteiligten Menschen und Räumlichkeiten kennen. Den Eltern ermöglicht die Eingewöhnungszeit einen besonderen Einblick in die Kita, der eine gute Grundlage für die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Kita und Eltern legt.

 


2.3 Elternarbeit


Unser grundlegendes Ziel einer erfolgreichen Elternarbeit ist das Erreichen einer Erziehungspartnerschaft zwischen ErzieherInnen und Eltern. Dabei nehmen wir die Eltern grundsätzlich als Experten für das eigene Kind wahr. Angestrebt wird eine Kooperation auf Augenhöhe im Bewusstsein der gemeinsamen Verantwortung. Alle Beteiligten sollten das Ziel haben, dem Kind die bestmöglichen Bildungs- und Entwicklungschancen zu ermöglichen. Eine aufrichtige und wertschätzende Haltung dem jeweils anderen gegenüber ist dabei unerlässlich. Die ErzieherInnen übernehmen eine familienunterstützende Rolle und geben transparente Einblicke in die pädagogische Arbeit. Im Umgang mit Kindern und Eltern erhält andererseits das pädagogische Personal einen Einblick in die familiäre Situation des Kindes und kann entsprechend darauf eingehen und diese Kenntnisse in die tägliche Arbeit mit einbeziehen. Ein verständnisvolles, freundliches und offenes Miteinander ist dabei besonders wichtig, um Missverständnissen entgegenzuwirken.

Wir sehen Eltern als gleichberechtigte Partner mit eigenen Kompetenzen, die wir gerne in den Erziehungsalltag einbeziehen. Eltern sind für uns erwünschte Mitgestalter und wir freuen uns, wenn sich diese aktiv einbringen, mitwirken, Aufgaben übernehmen, Zeit investieren und Anregungen geben.

Eine erfolgreiche Erziehungspartnerschaft wird begünstigt durch das Anerkennen der spezifischen Kompetenzen, Offenheit, Empathie, wechselseitiges Interesse und Verständnis. Ein transparenter, beidseitiger Informationsfluss ist hierbei genauso wichtig wie die Wertschätzung von Heterogenität und der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses.

 

 2.4 Unser Bild vom Kind

Jedes Kind, das in unser Familienzentrum kommt, hat Unterschiedliches erlebt. Deshalb ist es wichtig das Kind in der Eingewöhnungsphase gut kennen zu lernen. Wir holen es dort ab, wo es steht.
Die pädagogischen Fachkräfte sehen das Kind als:
- Persönlichkeit mit eigenen Bedürfnissen, Interessen, Stärken, Schwächen, Ängsten
- „Akteur seiner eigenen Entwicklung“ (Piaget) - einen Menschen mit dem natürlichen Bedürfnis, mit der Welt in Kontakt zu treten
- einen Menschen der Sicherheit, Geborgenheit und Lieben braucht




2.5 Die Rechte des Kindes

Jedes Kind hat in unserer Einrichtung das Recht:
- so angenommen zu werden, wie es ist
- auf Spaß und Freude
- auf Beteiligung an der Planung und Gestaltung des Alltags
- auf Liebe, Verständnis und Fürsorge
- auf Ruhe
- auf individuelle Entwicklung
- auf Hilfe und Schutz
- auf Solidarität - sich Spielpartner auszuwählen
- auf Auseinandersetzungen mit Kindern und Erwachsenen
- auf eine partnerschaftliche Beziehung zu Erwachsenen
- auf zuverlässige Absprachen
- auf vielfältige Kontakte
- zu forschen und experimentieren
- vielfältige Erfahrungen zu machen
- auf Fantasie und eigene Welten
- zu lernen, mit Gefahren umzugehen
- auf Rückzug aus dem Gruppengeschehen
- die Konsequenzen des eigenen Verhaltens zu erfahren und sich mit Anforderungen auseinanderzusetzen

 

 2.6 Die teiloffene Arbeit und unsere Ziele

Grundlegend für die Entwicklung der teiloffenen Arbeit sind unser Bild von Kind und die sich daraus ergebenen Ziele.
Unsere Arbeit kennzeichnet sich durch:
- Funktionsbereiche mit unterschiedlichen Schwerpunkten zum selbstentdeckenden Lernen, drinnen und draußen
- Große Auswahl an Materialien und Möglichkeiten um aktiv zu werden und damit die Chance, alle Kinder mit ihren
  unterschiedlichen Entwicklungswegen anzusprechen 
- Partizipation – die Einbindung der Kinder in Entscheidungsprozesse
- Stammgruppen, in denen sich die Kinder am Morgen bei ihren Bezugserzieherinnen einfinden um Absprachen zu treffen
- Ein Team mit hoher Bereitschaft zum Dialog, Kritik und Reflexion, das ständig gemeinsam lernt



2.7 Die Rolle der pädagogischen Fachkraft


Die Begleitung und Förderung frühkindlicher Bildungsprozesse stellt professionelle Anforderungen an unsere Pädagogischen Fachkräfte. Unsere Fachkräfte nehmen aus diesem Grund stetig an Fort– und Weiterbildungsmaßnahmen teil. Pädagogische Fachkräfte haben verschiedene Rollen und damit verbundene aufgaben. Wir sehen uns in erster Linie als Bezugsperson und Begleiter der Kinder auf einem Stück ihres Lebensweges.

 

Wir sehen uns als:
- Begleiter von Entwicklungs- und Bildungsprozessen („Hilf mir, es selbst zu tun“ – Montessori“)
- Bezugspersonen - Vermittlung von Geborgenheit und Sicherheit
  (Bereitschaft von sprachlicher und nicht sprachlicher Kommunikation) 
- Beobachter – durch systematische Beobachtungen die Interessen und Bedürfnisse des Kindes zu erkennen
- Vorbilder – Kinder beobachten das Verhalten von Erwachsenen und ahmen es nach


Die Konzeption befindet sich aktuell in einer Überarbeitungsphase und wird zunehmend erweitert. Die Endfassung der pädagogischen Konzeption wird mit dem pädagogischen Personal erarbeitet und mit den Vertretern der Eltern abgestimmt.